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| 1.
Surprised Skaith/Jones
4:02 |
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"Surprised" ist ein Song über alle diese Leute,
die unter der Britischen Konservativen Regierung große
gesellschaftliche Freiheiten genossen, - ihre Belohnung dafür,
das sie ihre Prinzipien aufgaben und die Leute unter Druck
setzten, die sie einst unterstützten, war Reichtum und
Ansehen.
Vor ein paar Jahren besuchte ich Versammlungen der Labour
Party in der kleinen Ortschaft in Nord-Wales, in der ich damals
wohnte. Ein Parteimitglied bezog sich oft auf Einzelne, die
wußten "wie das System arbeitet " - im Grunde
waren das Leute, die unter Umständen in schlechter Absicht
handeln würden. Dies ärgerte mich, bis mir bewußt
wurde, dass er Recht hatte. In der Tat kannte ich solche Leute
- Leute die eine Situation nicht zum Besten ihrer Firma, Klasse,
Partei, Organisation, Popgruppe oder ihrem Team einschätzten,
sondern nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht waren - auf
Kosten anderer.
Die Texte enthalten viele britische Klischees - dies ist
absichtlich! Diese zynischen Leute werden sehr oft versuchen
zu legitimieren was sie tun, indem sie Standardsprüche
benutzen - als eine Möglichkeit dadurch jeden in ihre
Praktiken zu verwickeln. Mike Jones
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2.
The Spearcarrier Skaith
4:08 |
"The Spearcarrier"....wurde
6 Monate später geschrieben, als diese Liebe plötzlich und unerklärlich
zu Ende ging. Ich war so schockiert, so plötzlich aus ihrem
Leben ausgestossen zu sein, dass ich diese Vorstellung hatte:
Ein Tag der Star - der Hauptdarsteller im Leben von jemandem,
am nächsten Tag - gar nichts. Wie ein Extra, ein "bit part player"(in
Shakespear) - ein Speerträger. Der Song sollte nicht gemein
sein, aber er ist ironisch und ein bisschen spitz. Steve
Skaith
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3.
Love Ain't What You Get Skaith
3:29 |
"Love Ain't
What You Get"....dies war der vierte Versuch, einen Text
für diesen Song zu schreiben: er wurde schon zur Zeit von "Swimming
Against the Stream" komponiert und erzählt von einigen
meiner Freunde in London. Steve Skaith
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4.
Come Down And Buy Skaith/Jones
5:08 |
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Ja, der Dritte-Welt-Tourismus-Song ist ziemlich zynisch.
Ich habe ihn nach einem Trip nach Tunesien geschrieben. Ich
war noch nie an einem so armen Ort, und Ich fühlte so viele
Widersprüche über meinen privilegierten westlichen Hintergrund
und dem Herumreisen in solch einem armen Land. Anti-Imperialist
sein, aber in Städten und Dörfern erscheinen, weil ich meine
Stärke von eben diesem Imperialismus ableite. Ich fühlte genau
so, als Latin Quarter nach Ostdeutschland ging, wie wir es
zweimal getan haben.
Tunesien ist seit mehreren tausend Jahren besiedelt und die
meisten Anspielungen im Text sind zu den Auswirkungen des
Kolonialismus. Der Gedanke, ein Foto "stiehlt die Seele"
der Person die fotografiert wurde, stammt aus dem 19. Jahrhundert
und war die Reaktion einiger Einheimischer auf den Trend der
westlichen Forscher die Menschen "wie in Farbe"
aufnehmen zu wollen, deren Länder sie erobert hatten
und deren Lebensweise sie dadurch zerstörten. Mike
Jones
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| 5.
Angel Skaith
4:58 |
"Angel"....ein
ziemlich einfacher Love Song, geschrieben in den atemlosen Augenblicken,
wenn man am Rande der Liebe steht. (Nicht Mike Jones meistgeliebten
Latin Quarter Songs! Ich glaube er findet, dass wir diese Art
Lieder Bands aus Kalifornien überlassen sollten!) Steve Skaith
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| 6.
Smoking Gun
Skaith/Jones 3:38 |
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"Smoking Gun" handelt von der Tötung der Kennedys und Matin
Luther King. Mir ist immer noch nicht klar, wie die USA diese
Attentate überlebt haben, und wie ihr System die offensichtlichen
Verdächtigungen überlebte, daß Leute mit Macht diese Morde
organisiert haben. Ich wollte aber auch den Schützen betrachten,
wie er (wenn es ein 'er' war) Genugtuung durch einen 'erfolgreichen
Job' erfährt.
"Abernathy" war einer von King's Leuten, als er
erschossen wurde. Der "Colt 45" war die Haupt-Handfeuerwaffe
des Amerikanischen "Wilden Westens". In diesen gesetzlosen
Zeiten war die Größe und Kampffähigkeit der
Männer "gleichzusetzen" mit der "Six Gun"
Die USA sind immer noch eine "Waffen-Kultur" - diese
Waffe war auch als "Friedensstifter" bekannt! Mike
Jones
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| 7.
Bride On The Bridge Skaith/Jones
4:14 |
Ich las einen Bericht
eines frisch verheirateten Ehepaares die in solche Schulden
geraten waren, daß sie sich in einem Selbstmordabkommen
dazu entschlossen, wer zum Ort ihrer Flitterwochen zurückkehrt
(wo sie zusammen ihre glücklichste Zeit verbrachten), sollte
Selbstmord begehen. Ich fand das sehr bewegend. Ich glaube,
daß viele junge Menschen verrückte Erwartungen an
die Ehe haben - das die Zeremonie sie und ihr Leben irgendwie
verändert. Man wünscht sich eine brillante Zukunft
und muß dann sehen, das diese Möglichkeit durch wirtschaftliche
Kräfte zerstört wurde, die kein Gefühl für
individuelle menschliche Hoffnungen und Erfahrung haben, dies
ist wirklich eine Tragödie.
"Möwen sind ihr Mendelssohn " - sein "Hochzeitsmarsch"
ist sehr populär bei kirchlichen Hochzeiten.
"Kauf Brasilien" - wenn ich Filmberichte über
"Börsenmakler" sehe wird mir schlecht - Horden
von (hauptsächlich) jungen Männern spielen tagtäglich
mit dem Leben der arbeitenden Menschen. Und sie sind Spekulanten,
die nie verlieren! Mike Jones
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| 8.
Branded
Skaith 3:57 |
"Branded"....noch
ein Love Song. Dieses Mal fühlte ich, dass ich eine Frau mehr
liebte und begehrte als sie mich. Das ist grossartig für die
Begehrung, aber sehr schlecht für die innere Ruhe! Aber vielleicht
geht es bei der Liebe nicht um innere Ruhe. Erst als der Song
aufgenommen war, sah ich das eindeutige Bild in der mittleren
8: 'Kommt wie Haut zu Feuer', anstatt das, was ich gesungen
habe: 'Wie Eis zu Feuer.' Deswegen steht im Büchlein 'Haut',
aber in der Aufnahme 'Eis'. Steve Skaith
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| 9.
Older Skaith/Jones
4:31 |
"Older"
handelt von meinem Altern und vom Älterwerden im allgemeinen.
Wenn man beginnt Songs zu schreiben, von denen man erwartet
das sie die Welt verändern, wird man natürlich von
einer Menge jugendlichem Adrenalin getrieben. . . . Es war eine
sehr, sehr harte Lektion, die auf folgendes hinauslief: "Wenn
Du Dich total hingeben willst, weißt Du verdammt noch
mal besser vorher, in was Du da gerätst". Älter
werden ist höllisch.... Mike Jones
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| 10.
Help Is On Its Way Skaith/Jones
4:00 |
Dies ist fast der psychotischste
Text, den ich je geschrieben habe. Die Jahre von 1989 bis 1996
haben mir persönlich so viel abverlangt, das sie mich fast
verrückt machten - manchmal kommt es so schlimm, daß
du nur auf diese seltsame Art und Weise lachen kannst - "Hilfe
ist schon unterwegs"? Oh, yeah!! Mike Jones
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| 11.
Bringing Rosa Home Skaith/Jones
3:52 |
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'Rosa' (nach Rosa Luxemburg) ist ein Pseudonym für Hilary
Creek, einem Mitglied der britischen 'Angry Brigade' - diesen
Namen gab die Presse einer namenlosen marxistisch-terroristischen
Zelle in den frühen 70er Jahren. Sie legten einige Bomben,
die aber glücklicherweise niemanden töteten, wurden
festgenommen und inhaftiert. Eine der beiden Frauen hatte
eine harte Zeit im Gefängnis (sie wurde verrückt
- vielleicht ist sie jetzt wieder gesund, ich weiß es
nicht). Ich habe den Terrorismus komplett satt - es gibt keine
'guten' oder 'gerechtfertigten' Bomben, es gibt nur Bomben.
Die Tatsache, daß sich meine Generation entschied die
Moral in solch einem Umfang hoch zu halten, das sie dadurch
fähig waren, diejenigen zu töten die damit nicht
einverstanden waren, erscheint mir jetzt mörderisch arrogant.
Auch wenn so viele die Leidenschaft und das Engagement verspürten,
was fast in der Zerstörung der Seele dieser Frau endete,
scheint es ein zu hoher Preis zu sein, der für jugendlichen
Idealismus zu zahlen ist. Es gibt einen Pathos in der Richtung,
das junge Leute so viel Engagement in sich selbst bemerken
und so hart für das arbeiten was sie als Fortschritt
bezeichnen - und dennoch ändert sich nichts, das ist
auch meine Geschichte. Mike Jones
Note: Rosa Luxemburg (1871-1919) was an
influential socialist campaigner in several European countries.
In 1918 she was arrested and murdered for her beliefs.
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| 12.
Ocean Head Skaith/Jones
5:10 |
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Manchmal triffst du jemanden, der scheinbar für Jahre
weggeschlossen war - eher emotional als körperlich und
manchmal hast du den Schlüssel, der ihn befreit - aber
mit dieser Befreiung übernimmst du auch eine gewaltige
Verantwortung ... Mike Jones
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| Rezensionen
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Brillanter Pop-Songs - Die Band Latin Quarter
präsentiert ein kleines Meisterwerk
Was soll man an dieser CD zuerst loben? Die bittersüßen Texte,
die brillante Verzahnung von Piano and Gitarren, die perfekten,
die perfekten Gesangsharmonien, die atmosphärische Dichte, die Magie
der Melodien? "Bringing Rosa Home" (SPV) ist die sechste
und bisher stärkste CD der englishchen Band Latin Quarter. Der Ideenreichtum
der beiden Bandleader Steve Skaith und Richard Wright ist überwältigend,
ihr musikalischer Geschmack bestechend. Die zwölf Pop-Songs ihrer
neuen CD klingen ganz schlicht, leicht und beinahe selbstverständlich.
Wie alles, was wirklich Klasse hat. © Brigitte, Deutschland
Eine CD, die in ihrer Gesamtheit beeindruckt...
Es gibt nicht einen einzigen Song, der nach Fuellmaterial klingt...
Ich habe mir selten eine so vollstaendiges Album angehoert (Stereo,
Schweden)
Auf leisen Sohlen schlichen sie Mitte der 80er
Jahre in die Charts. Aber in ihre entspannten Sounds packten Latin
Quarter oft handfeste Politkritik. 1990 brach die Band dann auseinander
- doch der Kern um Sänger Steve Skaith blieb zusammen. Eine lobenswerte
Durchhaltetaktik: Mit ihrer neuen CD "Bringing Rosa Home" finden
die Briten zur alten Stärke zurück. Die zwölf Songs tasten sich
luftig und lamentofrei in die Gehörgänge, getragen von akustischen
bis gut erzogenen elektrischen Gitarren. Eine zeitlos-schöne Pop-Parade!
© Audio
Eine Platte, die aus Perlen besteht. Eine der
besten Bands ihres Genres ist wieder da! (Plärrer, Deutschland)
Zwölf exquisite Titel... Keine ueberquellende,
obligatorische britische Langeweile, alles ist von sicherer Hand
berechnet, poliert und vergoldet. Die Arbeit eines Goldschmiedes,
reserviert fuer sensible Seelen, fuer unschuldige Ohren, fuer Menschen
auf der Suche nach dem musikalischen Paradies. (Freeway, Frankreich)
Seit dem spektakulären 1985er Debüt "Modern Times"
steht der Name Latin Quarter für audiophilen Edelpop mit reflektierten
Texten. In den 90er Jahren lebt diese Ausnahmeband, die in London
als Septett begann, nur noch als Trio fort: mit Sänger Steve Skaith,
dem Gitarristen Richard Wright sowie dem Texter Mike Jones als "stillen
Teilhaber". "Long Pig" hieß das 1993er Lebenszeichen der neuen Latin
Quarter, "Bringing Rosa Home" präsentiert sich jetzt als ganz starker
Nachfolger. Die Songs haben tiefe, die Instrumentierung (mit Gastmusikern
aus dem Umfeld von Sade, Paul McCartney, den Pretenders) kommt präzise
und mit gelungener Balance. Daß Jones, ein ehemaliger Lehrer mit
wachem Blick für soziale Mißstände, diesmal überwiegend private
Gefühle mitteilt, paßt zu der sensiblen Grundstimmung. Anspieltips:
"Angel", "Bride On The Bridge". © Stereoplay
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| Album
Credits |
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Latin Quarter
Mike
Jones - Lyrics
Steve Skaith - Vocals, guitar
Richard Wright - Guitar, keyboards
Zusätzliche Musiker
Blair
Cunningham : Drums
Martin Ditcham : Percussion also Drums on "Bridge On The Bridge"
Nikki Rackin : Backing Vocals on "Surprised", "Older"
and "Help Is On Its Way"
John McKenzie : Bass
Carol Issacs : Piano, organ, accordian, backing vocals
Calum MacColl : Dulcimer, Backing vocals
Claudia Figueroa : Backing vocals on "Bridge On The Bridge"
Liam Bradley : Backing vocals on "Branded"
Siobhan Culhane : Whistle on "Older"
Produktion Gutschriften
Produced
by Richard Wright
Mixed by Leif Mases
Mastered by Ian Cooper
Assistant Engineers: Flava-T, Tom Rixton, John Brant
Gestaltungsarbeit
Foto:
Dinah Frank
Design: Yvonne Quirmbach
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