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| 1.
The Long Pig Skaith/Jones
4:23 |
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Menschenfleisch, so sagen diejenigen, die es gegessen haben,
schmeckt wie Schwein, daher "Long Pig". Die Menschheit ißt
die Welt auf - kocht sie auf der Flamme der Erderwärmung -
bald wird der Norden Europas den Tropen gleichen.
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2.
A Better Helter Skelter Skaith/Jones
3:27 |
Charles Manson nannte seinen
Plan, die Reichen Kaliforniens zu zerstören, nach einem Song
der Beatles "Helter Skelter". Überall versuchen Gurus die Menschen
ihres Verstandes und ihres Geldes zu berauben.
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3.
King For A Day Skaith/Jones
3:29 |
Der Golfkrieg aus der Sicht des
einfachen Soldaten, der erst benutzt und dann ausrangiert wird.
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4.
Bitter To The South Kagona/Kangwena/Skaith 3:54 |
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Die Sandinisten versuchen der Zerstörung ihrer Regierung
durch die Vereinigten Staaten einen Sinn abzugewinnen.
"Bitter to the South"....Hat einen ähnlichen Hintergrund
zu "The Ballad of Felipe Escobar". Die Melodie kam
von der Begegnung und dem Zusammenspielen mit den Bhundu Boys
aus Zimbabwe. Aber der Text kam vom gleichen Besuch in Nicaragua
1990. Der Tomas in dem Song ist Tomas Borge, ein Anführer
der Sandinistas. Im nächsten Jahr besuchte ich einen Freund,
der in El Salvador für die UNO arbeitete. Wir hatten die Gelegenheit,
in das von den Guerillero besetzte Gebiet zu gehen. Wir kamen
in diesem ganz kleinen Dorf an, das total von Kugeln durchlöchert
und voll von Motarkratern war. Wir gingen in das einzige kleine
Geschäft; und da an der Wand hing es: Ein Ninja Turtle Poster!
Sogar hier amerikanische Kultur.Dieser Song handelt von der
Beziehung zwischen der ersten und der dritten Welt. Steve
Skaith
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| 5.
Phil Ochs Skaith/Jones
4:46 |
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Ein
Blick auf den Tod eines Protestsängers der sechzigerJahre
und auf das, was mit ihm starb.
Phil Ochs war ein begabter Sänger/Songwriter der 60er
Jahre, der alle möglichen Themen - wie Anti- Krieg, Zivilrechte,
Arbeit und soziale Gerechtigkeit - in Amerika ansprach. Zu
Ochs - Musik war für ihn ein Mittel, das eine Botschaft
überbringen und mit unendlichem Optimismus junge Männer
und Frauen auffordern konnte die Welt zum Besseren zu verändern,
allein durch ihren Willen. In den späten 60er Jahren
flossen die zunehmende Müdigkeit und die Ernüchterung
mit dem Idealismus mehr und mehr in seine Kompositionen und
seinen Gesang ein. Phil Ochs beging 1976 Selbstmord.
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| 6.
More Than A Trace
Skaith/Jones 3:45 |
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In einer Welt, die vom Überlebenskampf gezeichnet ist, strebt
jeder einzelne danach, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen
- sei er gut oder schlecht.
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| 7.
The Desert Rose Skaith/Jones
4:10 |
Was passiert mit all den schönen
Leuten, deren Gesichter unsere Zeitschriften füllen, wenn sie
den neuen und frischeren Platz machen müssen?
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| 8.
Contention City
Skaith/Jones 4:16 |
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Bei ihrer Suche nach Arbeit werden die Jugendlichen von den
groben Städten angezogen. Feindlich und gleichgültig verschlingt
die Stadt die Unvorsichtigen.
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| 9.
The Hoopoe Skaith/Jones
3:30 |
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Der Aids-Virus nimmt uns unsere Freunde - die Unschuldigen
leiden, die Mächtigen benutzen ihre Macht, ihnen die "Schuld"
zu geben - wofür ...?
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| 10.
Church On Fire Jones/Kagona/Kangwena/Skaith
3:30 |
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Selbst wenn es den Kirchen gelingen würde, die Wahrhaftigkeit
der allumfassenden Liebe wiederzuentdecken, wer würde das
heutzutage bemerken ... ?
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| 11.
Coming Down To Pray Skaith/Jones
3:43 |
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Keine der alten Philosophien scheint in der Lage zu sein,
die Welt zu erklären oder zu ändern.
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| 12.
Like A Miracle Skaith/Jones
4:49 |
Die Geschichte war
so hart, daß es ein Wunder ist, daß wir es bis hierhin geschafft
haben.
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| 13.
Faith And Reason Skaith/Jones
2:24 |
Während die Hüter
einer Religion den Schriftsteller Salman Rushdie umbringen wollen,
werden ihre eigenen Anhänger zu Opfern des Rassimus in der westlichen
Welt ...
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| Rezensionen
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Drei Jahre ließen sich Latin Quarter nicht im
Studio blicken, jetzt riskiert Sanftpfote Steve Skaith mit neuer
Mannschaft ein Comeback. Doch keine Angst: "Long Pig"
tönt alles andere als schweinemäßig. Der polierte Sound von
Hits wie "Radio Africa" feiert friedvoll Wiederauferstehung,
und auch das soziale Gewissen ist noch intakt: Mike Jones sorgt
weiterhin für bissige Polit-Texte. Um die Fans zurückzugewinnen,
können Latin Quarter aber ein wenig Schwein gebrauchen: Lediglich
"A Better Helter Skelter" und die Ballade "Faith
And Reason" erreichen Hochglanzformat. © Audio
Im Herbst 1985 trotzte das Londoner Septett Latin
Quarter dem Retortenpop- Zeitgeist mit differenziert arrangiertem
Folkrock und reflektierten Texten über Südafrika und andere politische
Krisenherde. Den Songzyklus "Modern Times" nannte Stereoplay-Mitarbeiter
Michael Schlüter in Heft 10/85 "ein Debütalbum, das seinesgleichen
sucht". Und diese komplexe, subtile Musik erreichte seinerzeit auch
noch hohe Chart-Plazierungen. Die Schaffenspause, die Latin Quarter
1990 nach dem dritten Album "Swimming Against The Stream"
einlegten, ist nun beendet. Zur Kernband gehören heute nur noch
Sänger Steve Skaith, Gitarrist Richard Wright und - quasi als "Stiller
Teilhaber" - der Texter Mike Jones. Dafür ist die Gästeliste um
so umfangreicher: Neben dem Sade-Drummer Martin Ditcham, Chris Reas
Bassist Silvin Marc und den Bhundu Boys aus Zimbabwe bringen diverse
Musiker mit Violine, Akkordeon, Saxophon, Klarinette oder Banjo
(Klang- )Farbe ins Spiel. Die Themen, die der ehemalige Lehrer Mike
Jones auf "Long Pig" anfaßt, sind wiederum heiße Eisen.
Das beginnt beim Titelstück: Als "Long Pig" bezeichneten
die Kannibalen laut Überlieferung die Weißen, weil deren Fleisch
im Geschmack dem der Schweine ähnlich sei. Jones be- nutzt diese
Metapher, um auf die Gefräßigkeit des zvilisierten Menschen hinzuweisen,
der heute den Globus durch Zerstörung der Umwelt zum Kochen bringt
und England bald in einen tropischen Sumpf verwandelt haben wird.
Weitere Lieder befassen sich mit den Verführungsversuchen zweifelhafter
religiöser Gurus ("A Better Helter Skelter"), dem Golfkrieg
("King For A Day"), Aids ("The Hoopoe") oder
welkenden Titelbildschönheiten ("The Desert Rose"). Die
Musik ist angenehm gedämpft, melodisch, typisch Latin Quarter. ©
Stereoplay
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| Album
Credits |
| Latin Quarter
Mike Jones - lyrics and remote
control
Steve Skaith - most vocals, some guitar, some keyboards, some programming
Richard Wright - some vocals, most guitar, most keyboards, and most
programming
Special Guest
Yona Dunsford - backing vocals, vocals on "The Desert Rose"
Zusätzliche Musiker
Martin Lascelles : Additonal drum
programming
Martin Ditcham : Drums and percussion
Willy Levins : Bass and E-bow guitar, raga bass on "The Long
Pig"
Silvin Marc : Bass on "Phil Ochs" and "More Than
A Trace"
John McKenzie : Bass on "The Long Pig"
Matt Cottam : Violin
Siobhan Culhane : Accordion and whistle
Steve Gregory : Clarinet, Saxophone
Johnathan Leathwood : Banjo
Aideen Curtis : TampuraGospel chorus on "Like A Miracle":
Samantha Smith, Mitzie Lewis, Andrea Encinas-Meade, James B. Coleman,
Hildia Cambell and Basil Meade.
Arranged by Basil Meade
The Bhundu Boys are:
Rise Kagona : Guitar
Shakespear Kangwena : Guitar
Kenny Chitsvatsva : Drums
Washington Kavhai : Bass
Produktion Gutschriften
Produced by Steve Skaith and Richard
WrightEngineered and co-produced by Willy Levins
Additional Engineering: Martin Lascelles, Jock Loveband and David
Browne
Mixed by Martin Lascelles with David Browne
Mastered by Arun Chakraverty
Gestaltungsarbeit
Cover Photos by Hartmut Bühler
Latin Quarter Photos by James Swinson
Design by Monika Vossenkaul
Art Direction by Alexej Werschbizkij & Uli Simon
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