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| 1.
I (Together) Skaith/Jones
3:52 |
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ICH (ZUSAMMEN)
Jemand versucht, seine Liebe zu erklären. "Ich", ununterbrochen
"Ich", zusammen mit allem, was geschehen kann "Ich". Kein
egoistisches verweisen auf die eigene Person; es ist die Kraft,
welche aus der Liebe erwachsen kann. Himmel, Erde, Hölle ....
Das Flußbett für den anderen Menschen sein wollen, mit den
Steinen, der Bahn des Wassers, die man glaubt bestimmen zu
können. Ein unendlich fließender Strom werden, sanft und klar.
Alles sein und doch wissen, daß es ein unerfüllter Wunsch
bleibt. Der Sonnenaufgang, das strahlende Licht, das die Länge
des Schattens bestimmt. Du und ich, wir sind alles - und doch
ein jeder für sich. Eine einzige, geheimnisvolle Kraft, für
die eigentlich keine Erklärung existiert, nur die Gefahr.
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2.
Remember Skaith/Jones
3:34 |
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ERINNERN
Alle werden sie kommen zum Haus des Allmächtigen, Groß
und Klein, Arm und Reich - ein Gedenkgottesdienst für einen
Soldaten, der weit von der Heimat gefallen ist, vielleicht
im Falklandkrieg.
Der Priester spricht ein besorgtes Gebet und segnet die Sache,
für die der Soldat getötet wurde.
Aber würde der Veteran aus der Schlacht von Verdun (im Ersten
Weltkrieg) vom Ruhm sprechen, wenn er am "Armistice Day" (einer
Art Totensonntag) einen Kranz niederlegte? Würde er sich wieder
dazu hergeben, das Britische Empire zu verteidigen? Und wer
denkt an die Mitglieder der Internationalen Brigade, die im
Spanischen Bürgerkrieg Madrid gegen die Faschisten verteidigten,
während US-Präsident Roosevelt von ,Stillhaltepolitik' predigte
und England tatenlos zusah? Oder an die griechischen Partisanen,
die die Brücke von Athen hielten, und nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges von den Engländern verraten wurden, die statt
ihrer die Monarchisten an die Macht ließen? Ist Christus für
Priester in Uniform gestorben, die die Gewalt, die wir gegenüber
kleineren Ländern ausüben, segnen? "Du sollst nicht töten",
so heißt es - es sei denn, die Sanftmütigen stehen auf und
teilen die Macht mit denen, die sie schon von Geburt an besitzen.
Remember....wurde geschrieben, nachdem ich Westminster
Abbey besucht hatte und bemerkt hatte, wie Religion und Krieg
zusammenhängen. Am Remembrance Tag sollen wir den Kriegstoten
gedenken, aber an was erinnern wir uns wirklich, wenn die
Kirche immer schnell bereit ist, das nächste Abenteuer zu
segnen. Ich bin kein Pazifist, aber die Zweispurigkeit ist
ziemlich extrem. Steve Skaith
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3.
Freight Elevator Jones/Jeffries
3:54 |
DER
LASTENAUFZUG
Bis nach dem Zweiten Weltkrieg konnten schwarze und weiße Musiker
in den USA zwar gemeinsam in einer Band auftreten, aber oft
nicht im selben Hotel übernachten. Dieses Lied dreht sich um
die Jazzsängerin Billie Holiday, die Abend für Abend in dem
Orchester von Artie Shaw auf der 52. Straße auftritt, dem Zentrum
des New Yorker Nachtlebens. Dort begeistert sie das Publikum
mit einer Stimme wie aus Samt, der über Stacheldraht gespannt
ist. Der Andrang ist so groß, daß zusätzliches Bedienungspersonal
eingestellt werden muß.
Im Hotel darf Billie Holiday aber nur den Lastenaufzug benutzen
, eingezwängt zwischen frischen Bettlaken, einem Kasten mit
Grapefruitsaft in Büchsen und den Schuhen, die ein Gast aus
Denver vor seine Tür gestellt hat. Für den Liftboy ist der Lastenaufzug
aber gar kein so schlechter Arbeitsplatz, denn er kann nach
Herzenslust auf und ab fahren und außerdem den Boy am Empfang,
der in der Hierarchie unter ihm steht, anschnauzen, weil er
die Zeitung mit den Rennresultaten dreckig gemacht hat.
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4.
Nomzamo Jones/Skaith 4:35 |
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Das Lied basiert auf dem Buch "Part Of My Soul", einer Textsammlung
Winnie Mandelas, der Frau von Nelson Mandela, dem Führer der
südafrikanischen Befreiungsbewegung African National Congress
(ANC), der 1963 festgenommen und im folgenden Jahr zu lebenslanger
Haft verurteilt wurde. Der volle Name seiner Frau ist Nomzamo
Winifred Mandela. Sie ist eines von neun Kindern. Das Xhosa-Volk,
dem sie angehört, führte im 18. und 19. Jahrhundert neun große
Kriege gegen die Buren, die weißen Siedler.
Nomzamo bedeutet "Prüfung des Schicksals", aber wie lange
erträgt ein Mensch, auch wenn er liebt, Unmenschlichkeit und
Ungerechtigkeit? Bereits 1960 wurde sie zum Opfer der "Gesetze",
ein Wort, das den Polizeiknüppeln und den zugeschlagenen Zellentüren
nur einen ehrenvollen Anstrich geben soll. In 20 Jahren wurde
Winni Mandela 19mal "verurteilt", mußte ihr Haus verlassen
und nach Blandfort ins Exil gehen.
Nun sind alle Verfahren gegen sie niedergeschlagen worden.
Sie weigerte sich, die Botschaft der Peitschen und der Fahnensignale
zu akzeptieren. Auch das Ziel der getrennten Entwicklung ("separate
development") von Schwarzen und Weißen, das einige gemäßigte
Reformkräfte damals anstrebten, war unannehmbar. Im Apartheid-Regime
kannte lediglich das Gewehrfeuer der Polizei und des Militärs
keinen Unterschied zwischen den Hautfarben. Es gilt die Losung:
Ein Volk, eine (gemeinsame) Sache!
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| 5.
Negotiating With A Loaded Gun Skaith/Jones
4:50 |
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VERHANDELND MIT GELADENEN WAFFE
Ein Banküberfall kurz vor Schalterschluß, wenn das Geld
gezählt wird. Der Räuber verhandelt mit geladener Pistole.
Er springt über den Schalter, die Angestellten lesen in seinem
Gesicht eine Lebensgeschichte. Was nun innerhalb von Sekunden
passiert, wird in Bildern wie aus einem Film ausgedrückt:
Das Sprungbrett im Schwimmbad wippt auf und ab, das Wasser
färbt sich rot. Die Rehböcke sind aufgeschreckt, wie nach
einem Schuß, und laufen weg. In einem U-Boot unter dem arktischen
Eis blitzt die Spur eines feindlichen Schiffes auf dem Radarschirm
so hell auf wie die explodierende Sonne. Der Kapitän sagt
"Denk nicht lange drüber nach!" und erteilt das Feuerkommando.
Du mußt es schaffen in der kurzen Zeit zwischen dem Echo des
Gewehres und dem Querschläger (was natürlich unmöglich ist).
Du mußt warten, bis die Revolvertrommel sich dreht. In diesem
Spiel sind die Würfel geladen, und keiner kann gewinnen. Wir
haben alle keine Chance. Ich dachte deine I-Ging-Steine (ein
altes chinesisches Orakel, indem aus der Kombination von sechs
unterschiedlich langen Linien die Zukunft gelesen wird) seien
erneut befragt worden. Ich dachte dein Auftritt sei nur dazu
da gewesen, uns sprachlos zu machen. Es gibt keine Sicherheitsvorkehrung,
die uns vor der Druckwelle (nach der Explosion einer Bombe)
schützt. estsängers der sechzigerJahre und auf das, was mit
ihm starb.
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| 6.
Burn Again
Skaith/Jones 4:58 |
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BRENNE WIEDER
Anastasio Somoza herrschte über Nicaragua, als wäre es
Familieneigentum gewesen. Die Nationalgarde hätte genausogut
das Wappen der Somozas tragen können. Das Land war ein Kleinbetrieb,
wirtschaftlich vom Westen abhängig. Doch die, die Somoza entmachteten,
wollten der Knechtschaft ein Ende setzen und das Land mit
allen teilen. Wir sollten uns schämen, daß der Westen diese
neu gewonnene Freiheit wieder abschaffen will. Muß Nicaragua
wieder brennen, weil den Vereinigten Staaten danach ist, wiedergeboren
zu werden?
Die USA entstanden selber in einem Unabhängigkeitskrieg, als
das Wort "Freiheit" in der Verfassung großgeschrieben wurde.
Aber nun wirft die Fackel (der Freiheit) einen großen Schatten,
wenn der Senat die Contras losschickt, um die Nicaraguaner
zu jagen, in Krankenhäusern und Klassenzimmern, und die freien
Wahlen unmöglich zu machen. Die Vereinigten Staaten spielen
mit Mittelamerika, als wäre es ein Spielautomat. Sie nehmen
die Kaffeebohnen und bezahlen die Rechnung mit dem Einsatz
von Waffen und Militär.
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| 7.
Love Has Gone Skaith/Jones
4:52 |
DIE LIEBE IST GEGANGEN
Redewendungen und Bilder nach dem Ende einer Beziehung -
lauter Klischees: Du lebst in einer Welt, in der, wie das Sprichwort
sagt, alle Lämmer beschwipst sind. Privatdetektive haben Pistolen,
die schärfer sind als der Whisky, den sie trinken. Die Bullen
verpassen keine Gelegenheit, die Hand aufzuhalten, ihnen entgeht
nichts. V-Männer verkaufen dich und wollen einen guten Preis
rausschlagen.
(An die ehemalige Freundin gerichtet:) Du sitzt zusammengekauert
in einem Parka an der Rennbahn, aber was du sagst, wird von
den Hufen der Pferde übertönt. Du bist in Zellophanpapier eingewickelt.
Jeder Ton, den du von dir gibst, wird erstickt, auch wenn du
auf den Dächern stehst und schreist. Die Liebe ist gegangen.
Es hat geregnet, war die Ausrede. Die Liebe hat keinen Nachsendeantrag
gestellt. Du sitzt da wie bestellt und nicht abgeholt. Alles
was dir bleibt, ist dein eigenes Elend.
Du hast deinen Freunden all deine Schnulzen vorgespielt, in
denen sich "moon" auf "June" reimt. Aber diese Wachsfiguren
haben dich nicht weit gebracht. Nach all den Scorsese-Filmen
solltest du wissen: So einfach geht es nicht. Jetzt fließen
deine bitteren Tränen in Strömen. Die Liebe hat dich in Manila
sitzenlassen, weit von der Heimat. Du hast deine Michael-Jackson-Platten,
aber die Rechnung, die jeden Tag höher wird, und der Fernschreiber
sagen dir, woran kein Weg vorbeiführt: Sie ist gegangen, und
du weißt nicht, was du sagen sollst.
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| 8.
The Night
Skaith/Jones 4:08 |
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DIE NACHT
Dieses Lied beschreibt wie das Bedürfnis nach Gemeinschaft
manchmal zu Beziehungen führen kann, die später böse enden.
Dies ist die Nacht der Nächte. Aber ihre Nacht ist es nicht,
sie gibt sie jemand anderem und gibt nicht vor, es wäre Liebe,
die dauert. Es geht so schnell vorbei, aber sie tut nichts
dagegen. Er redet in perlenden Worten und mit großen Gesten
über Wein, über sein abwechslungsreiches Leben. Um ihm zu
gefallen, macht sie die Nacht zu einer Lüge, daran führt kein
Weg vorbei. Die Nacht ist ein Feuer. Ein Zusammenstoß, auf
den dieser Wagen zusteuert, zu dem diese Kurve führt. Sie
ist schwarz, sie ist bankrott, sie blutet. Die Umarmung der
Nacht wird nichts daran ändern, daß ich dich brauche. Das
Lied erklingt, die Sänger tun nur so als ob. Was sie gemacht
haben, hätten sie besser gelassen. Denn die Liebe haben sie
dabei zerstört. Ohne daß ein Tropfen Blut auf den Boden gefallen
ist, bleibt jemand zurück, innerlich getötet.
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| 9.
Donovan's Doorway Skaith/Jones
3:13 |
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DONOVAN'S TÜREINGANG
Eine Szene in Liverpool: Ein Hund schleckt aus einer Pfütze,
aus einer Tanzschule dringt ein klopfendes Geräusch herüber.
Es ist der Tanzlehrer, der zu den Noten, die in einem alten
Klavierstuhl aufbewahrt werden, den Takt schlägt. In dem Eingang
zu Donovan's Geschäft (einem Tante-Emma-Laden) steht ein Polizist
mit einem großen Gummiknüppel, größer als in anderen englischen
Städten üblich. Er hält Ausschau nach Randalierern, denn an
diesem verregneten Abend findet ein Fußballspiel statt. Die
Spieler fahren in großen Limousinen vor, die Zuschauer gehen
zu Fuß. Wir könnten die ganze Nacht auf dieser Straße gehen
und über alles mögliche reden. Aber es sieht nicht gut für
uns aus, es geht nicht um das Spiel heute abend, sondern um
die Lage im allgemeinen, und die ist schlecht: Sogar die Kirche
wird in ein Haushaltwarengeschäft umgewandelt. Jeder weiß,
wie es steht. Aber auf ein Plakat mit dem Slogan "Hilf den
Armen" sind zwei Herzen gemalt, dazu die Namen Mick und Caroline.
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| 10.
The Men Below Skaith/Jones
4:39 |
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DIE MÄNNER DORT UNTEN
Ein Album aufzunehmen und dann auf Tournee zu gehen -
das hält eine Band zusammen und läßt sie wachsen. Eine Tournee
ist für sie die Nahrung wie das Weiße im Ei für das Küken,
bevor es ausschlüpft. Die Arbeit auf der Bühne ist hart, aber
noch viel schwerer haben es die Männer dort unten, die Bergarbeiter.
Sie träumen von dem Leben, das Musiker führen. Und doch müssen
die Bergarbeiter um ihre Jobs bitten und um sie kämpfen -
wie im großen Streik 1984/85, als die Polizei den wenigen,
die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollten, mit einem
Konvoi Geleitschutz gab. Vor den Toren standen Streikende
mit Pflastersteinen in der Hand, wissend, daß Gewalt vielleicht
das einzige Mittel war, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten.
Zur gleichen Zeit lieferten sich die großen Tageszeitungsverleger
erbitterte schlachten, um die Auflage zu erhöhen. Dazu setzten
sie das populäre Glücksspiel Bingo ein. Aber es scheint, als
würde jeder bunte Ball, der dabei gezogen wird, die Nummer
Zehn haben, wie 10 Downing Street, dem Amtssitz von Margaret
Thatcher. Denn alle großen Zeitungen unterstützten damals
die Regierung gegen die Bergarbeiter. In den Hetzartikeln
steckte Methode - wer würde den Männern dort unten solch einen
Schaden zufügen? Und wer weiß, wieviel wir alle ihnen zu verdanken
haben?
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| Rezensionen
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| Album
Credits |
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Latin Quarter
Darren Abraham (drums)
Carol Douet (vocals, percussion)
Yona Dunsford (vocals, keyboards)
Greg Harewood (bass)
Mike Jones (lyrics)
Martin Lascalles (keyboards)
Steve Skaith (vocals, guitar)
Richard Wright (guitar, vocals)
< Zusätzliche Musiker
Gary Kettel - Extra Percussion
Manny Elias - Extra Percussion
Produktion Gutschriften
Produced und Engineered by Jason
Coraro
Mixed by Pete Hammond
Außer:
"Remember" Mixed by Peter Smith
"The Men Below" Mixed by Jason Corsaro
"Negotiating With A Loaded Gun" Produced/Mixed by David
Lord
Engineered by Glenn Tommey
Assistant Engineers:
Steve Williams
Steve Boyer
Kevin O'Reordan
Jon King
Master by Aaron Chakraverty
Gestaltungsarbeit
Inner Sleeve Photography by James
Swinson, Latin Quarter und Chris Craske
Cover Concept by James Swinson
Designed by Stylorouge
Latin Quarter photographed by Simon Fowler
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